Triumph der Zeit

Oratorium von Georg Friedrich Händel

Samstag, 19. November, 19 bis 21 Uhr
Montforthaus Feldkirch
Ticket je nach Kategorie 50 oder 40 Euro
(bis 18 Jahre frei) Tickets ➝

 

Il trionfo del Tempo e del Disinganno, Oratorium, HWV 46a
Ensemble Concerto Stella Matutina, Leitung: Alfredo Bernardini (Oboe). Ilka Seifert, Regie. Folkert Uhde, Konzertdesign und Video.

Die ergreifende Schönheit der Musik, die Dichtheit der zeitlosen allegorischen Erzählung, die virtuosen instrumentalen Soli, der unkonventionelle Schluss, dessen letzte Töne sich wie eine ausgeblasene Kerze in langsam nach oben abziehendem Rauch auflöst: einzigartig!

Mehr als die Hälfte aller Arien verwendet Händel mehrfach wieder in späteren Stücken. Ein jugendlicher Geniestreich, voll inspirierter, übermutiger Leidenschaft.

Kein Musikstück von Händel ist thematisch so zeitlos und musikalisch berührend wie dieses Oratorium. Der gerade mal einundzwanzigjährige Jungstar trifft 1707 in Rom auf den Altmeister Arcangelo Corelli, einen der berühmtesten Geiger und Komponisten seiner Zeit. Er ist dann auch der Konzertmeister der Uraufführung, für den Händel berückend schöne Violinsoli schreibt. Das philosophisch-allegorische Libretto verfasst Kardinal Benedetto Pamphilj, einer der Mächtigen im Vatikan.

Alfredo Bernardini (Oboe), musikalische Leitung Als Mitglied der bedeutendsten Barockensembles wie z.B. Hesperion XX, Le Concert des Nations, The Amsterdam Baroque Orchestra, Freiburger Barockorchester u.a.m. ist er weltweit aufgetreten. 1989 gründete er mit den Brüdern Paolo und Alberto Grazzi das Ensemble ZEFIRO. Er ist an über 100 CD-Einspielungen beteiligt, für die er diverse Auszeichnungen erhielt. Seit 2014 ist Alfredo Bernardini Professor für historische Oboe am Mozarteum Salzburg.

Rupert Enticknap, Countertenor/Il Disinganno (Die Ernüchterung) Rupert Enticknap ist einer der führenden jungen britischen Countertenöre. Im Sommer 2017 gab er sein Debüt beim Glyndebourne Opera Festival als Rosencrantz in Brett Deans gefeierter Hamlet-Uraufführung, die mit dem International Opera Award 2018 für die beste Uraufführung ausgezeichnet wurde. In der Saison 2021/22 debütierte er mit den Berliner Philharmonikern und Sir Simon Rattle mit Kantanten von J. S. Bach in der Berliner Philharmonie und konzertiert u. a. als Solist mit dem B’Rock Orchestra in PASSIO am Muziekgebouw Amsterdam.

Maria Ladurner, Sopran, La Bellezza (Die Schönheit) In der Saison 2021/22 war Maria Ladurner u.a. am Staatstheater Nürnberg als Idaspe in Vivaldis Il Bajazet zu sehen. Sie konzertiert mit Ensembles wie der »lautten compagney« (Johannespassion), Ars Antiqua Austria, dem Orfeo Barockorchester und Recreation Barock u.a. in Zusammenarbeit mit Michi Gaigg, Dorothee Oberlinger oder Jordi Savall im Konzerthaus Wien, der Styriarte oder den Thüringer Bachwochen. »Arias for the Emperor« - das erste Solo-Album von Maria Ladurner - erschien im Mai 2021, 2022 erschien die CD »Storie di Napoli« bei Audite.

Marine Madelin, Mezzosopran/ Il Piacere (Das Vergnügen) konzertiert regelmäßig im Duo mit der Barockharfenistin Luise Enzian (Artist in Residence Montforter Zwischentöne 2021) und im Duo mit ihrer Schwester Cécile, ebenfalls Sopranistin. Unter anderem trat sie als Euridice und La Musica in Monteverdis L‘Orfeo und als Suzanna in Mozarts Nozze di Figaro beim Festival in Saint-Félix Lauragais und in Freiburg auf. Derzeit ist sie am Berliner Ensemble in der Hexenjagd von Arthur Miller zu sehen. Im September 2021 gewann sie den Ersten Preis des John Cage Interpretation Awards.

Jan Kobow, Tenor/Il Tempo (Die Zeit) Der in Berlin geborene Tenor war als Kind Knabensolist beim Staats- und Domchor, gewann nach Musikstudien in Paris, Hannover und Hamburg den ersten Preis beim Leipziger Bachwettbewerb 1998 und debütierte im Bachjahr 2000 als Evangelist in der Matthäuspassion unter Masaaki Suzuki in der Suntory Hall in Tokyo. Einladungen in viele Länder u.a. mit den Vokalwerken Johann Sebastian Bachs, Georg Friedrich Händels oder den Oratorien Joseph Haydns unter Nicolaus Harnoncourt, Sir John Eliot Gardiner, Philippe Herreweghe und vielen anderen folgen. Jan Kobow hat als Solist bei weit über 100 CD-Aufnahmen mitgewirkt und neun Soloalben aufgenommen.

Concerto Stella Matutina Das Vorarlberger Barockorchester Concerto Stella Matutina hat sich längst einen fixen Platz in der Reihe der führenden Originalklang-Ensembles Österreichs erspielt. Seit Gründung der Montforter Zwischentöne im Jahr 2015 arbeiten wir mit dem CSM regelmäßig im Rahmen neuer Formatentwicklungen zusammen. Gastspiele führten das Ensemble zu vielen renommierten Festivals wie den Internationalen Barocktagen Stift Melk, Origen Festival Graubünden (CH) oder dem Heinrich Schütz Musikfest Dresden. Ihre CD »Nuove Invenzioni« wurde mit dem OPUS Klassik ausgezeichnet.