Morgenkonzert mit Ilija Trojanow

Ilija Trojanow liest. Musik: Luise Enzian, Harfe und David Bergmüller, Laute

Samstag, 13. November, 7 bis 8.30 Uhr,
Altes Hallenbad, Feldkirch
Ticket 25 Euro


Die Morgenkonzerte der Montforter Zwischentöne ziehen Menschen aus dem ganzen Land an. Der frühe Gang durch die Stille der Stadt, die feine Gestimmtheit vor Tagesanbruch, danach das gemeinsame Frühstück bei Kaffee und Croissants ...
Für diesen Schwerpunkt rund um das Beenden und Anfangen wählte Ilija Trojanow große Texte zwischen Nacht und Tag, Dystopie und Utopie aus. An diesem Tag ist Sonnenaufgang um etwa 7.30 Uhr. Die erste halbe Stunde, noch im Dunkeln, widmet er dem literarischen Albtraum, den zweiten Teil den freudvoll-optimistischen Vorstellungen von Dichterinnen und Schriftstellern unterschiedlichster Kulturen und Epochen einer besseren Welt: Nachtgesichter, Morgenland.
Es beginnt mit der Apokalypse des Johannes und endet mit einem Ausschnitt aus Ilija Trojanows aktuellem utopischen Romanprojekt. Die idealen Instrumente für den frühen Morgen, die lyrische Laute und die sphärischen Klänge der Harfe.

Ilija Trojanow, in Bulgarien geboren, floh 1971 mit seiner Familie über Jugoslawien und Italien nach Deutschland und erhielt dort politisches Asyl. Seine Romane, Reise­reportagen und Streitschriften sind von der Kritik gefeierte Bestseller. Trojanow erhielt zahlreiche Auszeichnungen, seine Bücher sind bisher in 30 Sprachen übersetzt worden. Zuletzt erschienen »Nach der Flucht«, sein Sachbuch Bestseller »Meine Olympiade: Ein Amateur, vier Jahre, 80 Disziplinen« sowie der Roman »Doppelte Spur«. Er lebt und arbeitet in Wien.

Luise Enzian studierte Konzertharfe an der Hochschule für Musik Trossingen bei Renie Yamahata und Barockharfe bei Rolf Lislevand. Sie belegte Meisterkurse bei Françoise Friedrich (Frankfurt), Mirjam Schröder (Weimar) und Mara Galassi (Mailand). Luise Enzian trat sowohl solistisch als auch im Orchester in Erscheinung. Regelmäßige Aushilfen beim Radio-Sinfonieorchester des SWR führten sie nach Innsbruck, ins Wiener Konzerthaus, nach Bukarest, Nizza und Monte Carlo und zu den Donaueschinger Musiktagen.

David Bergmüller Der Tiroler Lauten-Virtuose studierte an der Schola Cantorum Basiliensis bei Hopkinson Smith und an der Musikhochschule Trossingen bei Rolf Lislevand. Er konzertierte u. a. mit dem Concentus Musicus Wien oder dem Zürcher Kammerorchester und musizierte mit Persön­lichkeiten wie Maurice Steger, Alessandro de Marchi oder Avi Avital. Seit 2018 ist er Professor für Laute an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln.